Neuseeland 2009/10

eine Frau, zwei Inseln & zwölf Monate Zeit – a dream comes true…

Yosemite Nationalpark & Heimreise

26-10-10, 2pm

Der Höhepunkt meines USA-Aufenthaltes war definitiv der Yosemite Nationalpark! Nach 3 h Fahrt von San Francisco bezog ich mein Zimmer in einer entzückenden Lodge und begab mich umgehend zurück auf die Straße, um die 25 Meilen zum Park hinter mich zu bringen. 20$ Eintritt für 7 Tage… Und Millionen Menschen! Unglaubliche Massen wälzten sich durch das Tal, Parkplätze zu finden war Glückssache… Wochenende eben! Die beeindruckende Natur ließ sich davon nicht stören, ich tappelte mit den Horden im Tal mit und betrachtete die staßennahen Dinge incl. 2 kleiner Wanderungen zum Mirror Lake (da Herbst nicht mehr vorhanden) und Lower Yosemite Fall (wenig Wasser).

Nächsten Tags wanderte ich erst zum Vernal Fall (mit vieeeeeeeelen Menschlein) die den steilen Anstieg zum Nevada Wasserfall nicht mehr in Angriff nahmen. Da war dann Ruhe, allerdings grummelte im Hintergrund ein Gewitter… Der Rückweg war phantastisch, keine Menschen, toller Weg, was will frau mehr. Der Abend wurde im Spa-Bereich der Lodge vergammelt.

Inzwischen war Montag, zusammen mit einer Tschechin aus der Lodge begab ich mich auf den 4-Mile-Track, der über knapp 1.000 Höhenmeter zum Glacier Point führt. Sehr entspannte Tour. Von oben gabs zur Belohnung einen unglaublichen Blick über die Berge, ein Traum! Runter gleichen Weg und wieder in die Sauna am Abend ;o)

Letzter Tag – wieder mit dem Mädl in die Berge, allerdings diesmal unter Zeitnot da sie um 13:30 im Tal den Bus bekommen musste. Also im Laufschritt und unter vielen Kommentaren zum Upper Yosemite Fall hochgerannt (725 hm auf 3,2 Meilen in 1,5 h…) und spontan ins Bächlein gesprungen um die Schweißmassen loszuwerden. Wieder ein toller Blick aufs Tal, andere Perspektive. Den Rückweg ging ich geruhsamer an, bevor ich mir in der Lodge eine sehr entspannende Massage gönnte. Und köstliches Abendessen.

Damit war der letzte USA-Tag angebrochen – lange Fahrt zurück nach L.A. Erstaunlich belebte Straßen, dank Navi aber eine ruhige Fahrt. Um 15:30 musste die Karre wieder beim Vermieter sein, die Suche nach einer Tanke am Schluss war der nervigste Teil der Geschichte… Per Shuttle zum Airport, Taschen abgeben und mehrere Stunden rumhängen, lesen, essen etc.

Der Flug war wieder schön entspannt, leere Sitze bescherten mir 3 eigene, auf den ich mich ausstrecken konnte. War prima. Diesmal auch ohne Turbulenzen. Knapp 11 Stunden später sammelte mich mein Brüderchen vom Flughafen auf, setzte mich in die Bahn und auf gings ins verschneite Allgäu. Abholung vom Bahnhof – und endlich wieder g´scheits Essen! Der Jetlag quälte mich 3 Nächte, in denen mein Körper fand, dass 3:30 die Nacht zu Ende sei… Inzwischen ist alles wieder im Lot.

Somit ist das große Abenteuer auch wieder vorbei, ein sehr interessantes Jahr mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Danke an alle, die meine Reise verfolgt haben! Nun geht es auf in neue Abenteuer ;o)

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27/10/2010 Posted by | Kalifornien | Hinterlasse einen Kommentar

San Francisco

15-10-10, 5:30pm

Städtetouren sind anstrengend! Besonders, wenn es sich um eine große und sehr schöne Stadt handelt, wo man gar nicht weiß, wo zuerst hin.

Nach der einen Nacht in L.A. bestieg ich mein tolles Kfz und begab mich auf den Highway 101 nach San Francisco. Sehr entspannte Bedingungen (wenn man die Stadt verlässt). Irgendwann hatte ich auch herausgefunden, wie der Tempomat funktioniert und gab mich dann entspanntem Nichtstun hin (nur hin und wieder lenken oder bremsen). Bei strahlend blauem Himmel ging es immer nur nach Norden, auf den Highway 1, an der Küste entlang (kein Meer zu sehen, nur Nebel, ein unglaublich faszinierender Anblick) und an vielen See-Elefanten vorbei. Die Strecke zog sich in die Länge, zu allem Überfluss stand ich mitten in der Pampa im Stau (Grund unbekannt) und verzweifelte dann am Straßensystems von SFO. Einbahnstraßen wohin das Auge blickt! Das Männchen im Navigationssystem wollte, dass ich nach links fahre – durfte ich aber nicht. Dann zielgerichtet am Hostel vorbei, und alles von vorn *argh*.

Dafür gabs in der ersten Nacht ein Zweibettzimmer (mit einer merkwürdigen New Yorkerin) und Lärm von der Straße. Dieser blieb auch nach Umzug ins 4-Bett-Zimmer erhalten.

Aktivitäten: gestern stundenlang durch die Innenstadt gelatscht, kreuz & quer, rauf und runter (die Stadt besteht aus vielen gemeinen Hügeln), tolle Architektur, sehr divers, großartige Gebäude – von alt bis total modern. Toll! Bissl Shopping und mit sehr großer Blase am Fuß zurück ins Hostel. Für 5$ wurde Abendessen gereicht (incl. Nachtisch), lecker. Gestern Shephards Pie (= Schäferpastete, mjam), heute gibts Curry. Hab ich mir nach dem Radeln in den Hügeln auch mehr als verdient! Per Bike an der Uferlinie lang bis zu Golden Gate Bridge, die sich beschämt in Nebel hüllte. Also nix mit Sicht. Trotzdem drübber, nach Sausalito geradelt und beschlossen, mit der Fähre zurück in die Stadt überzusetzen (mein Hintern wollte es so). Zudem begann die Gangschaltung zu spinnen, was insbesondere beim berghochfahren ätzend war. Nach mehr als verdienter Dusche werd ich nun versuchen, den entgangenen Schlaf nachzuholen.

16/10/2010 Posted by | Kalifornien | Hinterlasse einen Kommentar

Los Angeles

12-10-12, 7pm

Sehr merkwürdig, den gleichen Tag zweimal zu erleben – aber Dank Überfliegen der Datumsgrenze gabs den 12.10.2010 für mich doppelt. Nach zwei ziemlich faulen Tagen ging es gestern (also eigentlich heute) von Auckland nach LA. Sehr holpriger Flug, für den sich der Pilot mehrfach entschuldigte (als wenn er was dafür könnte), aber ich hatte 3 Sitze für mich allein, sehr schön. Konnte trotzdem nur wenig schlafen, da die rückenunfreundliche Schlaflage zum Einschlafen verschiedener Gliedmaßen führte. Das Essen dagegen – ein Genuss! Air NZ ist echt toll.

LA entpuppte sich (nach unerwartet unkompliziertem Einreise-Procedere) als warm, sonnig und chaotisch. Der fünftgrößte Flughafen der Welt (hoffe, das stimmt)! Aber dank Shuttle wurde ich direkt am Mietwagendepot abgesetzt, ließ mir dummerweise eine Versicherung andrehen (…) und nahm mein Kfz in Beschlag. Voll die moderne Kiste, mit automatischem Licht, Tempomat und was weiß ich noch alles. Mit der Hilfe des freundlichen Herren, der aus dem GPS zu mir sprach, manövrierte ich mich zum Hostel. Interessante Bude, aber is ja nur für eine Nacht.

Geld besorgen, bissl einkaufen und am fantastischen Strand spazieren gehen war das heutige Programm, werde mich früh zu Bett legen damit ich morgen für die lange Fahrt nach San Francisco ausgeruht bin. Hab sogar Handy-Empfang (obwohl ich dachte, dass nur Tri-Band funktioniert), prima.

13/10/2010 Posted by | Kalifornien | Hinterlasse einen Kommentar

Great Barrier II

8-10-10, 12am

Nur noch eine Nacht, dann ist die Zeit auf Barrier wieder zu Ende. War toll! Die Ruhe, die unglaubliche Natur, ein Traum. Arbeiten musste ich auch nicht übermäßig ;o) Die Gesellschaft von Chris war ausgesprochen nett, viele gute Gespräche, köstliches Essen und entschieden zu viel Wein waren allabendliches Programm.

Ein paar Tage verbrachte ich in Claris, einer der größeren Siedlungen der Insel, wo Chris ein Angel-Tauch- und dergleichen-Geschäft hat, um Anwyn (Ladenhüterin) bei der Inventur zu helfen. War nett. Ansonsten das übliche Putzen, Fenster v.a. Durfte heute die neue WWOOFerin einarbeiten, Sabrina, 21, aus „zwischen München und Passau“.

Besonderer Höhepunkt war eine Angeltour zum Sonnenuntergang – angeblich beißen die Fische da besonders gut. Scheint ein Gerücht zu sein, wir fingen genau einen. Ich, der Anfänger, zog den einzigen verwertbaren Snapper aus dem Wasser, den es am nächsten Abend zum Essen gab. Köstlich. Zudem gab es frisch geschossenen Hasen, Crayfish und ähnliche Köstlichkeiten. Dank Laufen und Wandern (zum zweiten Mal Te Ahumata & Hot Springs) hab ich aber nicht zugenommen ;o) Viel Zeit hab ich auch mit einfach-nur-in-der-Sonne-rumliegen verbracht.

Morgen gehts dann mal wieder nach Auckland, noch 3 Tage bei Chong, bevor am Dienstag Abend der Flieger bestiegen wird. Dank Jan hab ich GPS von & Lonely Planet über Californien, sehr erleichternd für die Planung.

08/10/2010 Posted by | Nordinsel | Hinterlasse einen Kommentar

Letzte Arbeitstage, Auckland und zurück auf Great Barrier Island

30-9-10, 9pm

Die letzten Wochen in Raurimu waren ein ziemlicher Alptraum – 3 Wochen permanentes Regenwetter, was nicht nur Skifahren unmöglich machte, sondern auch andere Outdoor-Aktivitäten. Außer schwimmen ging nix. Ein Tag fuhr ich mal wieder nach Rotorua, in der Annahme, dass meine Scheibe undicht sei – Pustekuchen. Ein Gummi in der Tür war lose was das Wasser im Auto verursachte… Aber wenigstens war der Tag mit Jen & Justin (WWOOFer), die mich begleiteten, sehr nett, mit einem langen Spaziergang durch den Ort, mal wieder ein Besuch in meinem Lieblingscafé und natürlich viel Dampf ;o)

Zurück im Regen war der Arbeitsalltag gewohnt unspannend. Nicht viel zu tun, aber davon reichlich ;o) Die Zeit verging zum Glück schnell, konnte es nicht mehr ertragen, in diesem Siff weiter zu hausen! An meinem letzten Abend feierte einer der Burschen seinen Geburtstag, sodass an einen ruhigen, kurzen Abend nicht zu denken war. Immerhin wurde mir sogar ein „goodbye“ Schild gebastelt, nette Geste. Gegen Mitternacht verabschiedete ich mich dann von allen, die noch auf waren und wanderte ins Bett, um 2 Stunden später um 4 (1 Stunde weniger Schlaf dank Zeitumstellung) wieder aufzustehen und nach Auckland zu fahren. Dort schlug ich nach wunderbar ruhiger Fahrt Punkt 8 auf, um auf dem sonntäglichen Automarkt mein Auto anzubieten. Knapp 45 Minuten später hielt ich viel Bargeld in der Hand und war ohne Palaver meinen treuen fahrbaren Untersatz los. Zusätzlich wurde ich noch zu Chong vor die Haustür gefahren – perfekt.

Da in Neuseeland die Post auch am WE offen ist konnte ich mein Autp gleich abmelden, bevor wir uns an die Gartenarbeit machten – mir gehörte das Unkraut, Chong & Siaan (Mitbewohnerin) pflanzten Gemüse.

Am nächsten Nachmittag kutschierte mich Chong zum Flughafen, von dem ich nach Great Barrier Island flog – der tollste Flug meines Lebens! Winziges Flugzeug, 3 Menschen im Flieger (inkl. Pilot), glasklare Sicht auf Auckland und das Meer – großartig! Nur am Fenster geklebt.

Janice holte mich vom Flughafen ab, und zurück ging es in die Great Barrier Lodge, wo vor knapp 11 Monaten alles begann. Wunderbares Wetter – Sonne, Wärme, Meer – ein Traum! Shorts & T-Shirt konnten als Arbeitskleidung getragen werden – der Teppich wünschte shampooniert und die Fenster geputzt zu werden. Muss ja als WWOOFer meinen Teil beitragen, um in meinem entzückenden Zimmerchen mit eigenem Bad (was für ein Luxus!) wohnen zu dürfen. Bis nächsten Samstag werde ich mir hier ein schönes Leben machen, bevor es für ein paar Tage nochmal nach Auckland geht – und dann heißt es „bye Neuseeland“…

30/09/2010 Posted by | Nordinsel | 1 Kommentar

Alltag, Rotorua und Coromandel

11-9-10, 4pm

Zuallererst: das Erdbeben, das Christchurch dem Erdboden gleichgemacht hat, war auf der Nordinsel, wo ich bin, nicht zu spüren. Demnach muss ich also keiner Sorgen machen.

Hier läuft alles seinen gewohnten Gang, die Zeit vergeht wie im Flug, nur noch 2 Wochen. Dann ist das Arbeitsleben in NZ auch überstanden. Mein Auto ist seit gestern auf TradeMe (dem neuseeländischen Ebay), mal sehen, wie schnell (und ob) sich jemand dafür begeistern kann.

Ansonsten standen in den letzen 3 Wochen mehrere Höhepunkte an. Zuerst ging es mal wieder nach Rotorua, mein Kfz mit neuer Scheibe versorgen. Und mich mit einem Tattoo (kann den Aufschrei in der Familie bis hier hören). Ein großartiger Skorpion auf der rechten Schulter. Außerdem besichtigte ich die „Craters of the moon“, eines der geothermischen Gebiete in der Nähe von Taupo.

Dann war wieder arbeiten angesagt, bissl skifahren, joggen etc.

Vergangenen Sonntag ging es auf zum letzten Roadtrip mit Louise, diesmal auf die Coromandel Peninsula (= Halbinsel). Lange Fahrt (3.5 h), aber mehr als wert! Warm, tolle Vegetation, Ruhe, kaum Menschen, Meer – traumhaft! Zwei kleine Wanderungen wurden auf der Hinfahrt unternommen, beide in der Karangahake Schlucht. Hier befanden sich ehemals Goldminen, deren Überreste man sich nun betrachten kann. Sehr interessant. Einer der Wege führt durch einen recht grusligen Tunnel (ehemals Bahn). Nettes Erlebnis, vor allem die illegale Querung einer Brücke (wegen Bauarbeiten gesperrt, aber von allen ignoriert).

Die erste Nacht verbrachten wir in Tairua, an der Ostküste. Im Hostel befand sich außer uns noch genau eine weitere Person. Also Ruhe pur. Ein Spaziergang am Strand durch den Ort, auf den Hügel und zurück, mit Pizza-Essen auf dem Rückweg, sowie Video gucken, war das Abendprogramm.

Nächsten Tags ging es früh los zum Hot Water Beach, ein Strand, unter dem heiße Quellen verlaufen. Man nehme also einen Spaten (oder in unserem Fall ein Paddel), grabe ein Loch in den Sand (bevorzugt an der richtigen Stelle) – und voilá, man hat seinen eigenen Hotpool. Super Erlebnis! Und nur 2 h vor und nach Ebbe zu genießen. Wir hatten Glück, es standen bereits fertig gegrabene Löcher zur Verfügung, da die ersten den Strand schon verließen. Zur Abkühlung gings ins Meer. Nach ca. 1,5 h war das Kochprogramm vorbei, Weiterfahrt zur Cathedral Cove. Eine nette, große Felsbrücke am Meer. Mit schönem Strand.

Zurück, und über die 309 (endlich mal wieder Schotter) nach Coromandel Town. Unterwegs Stopp an einem kleinen Kauri-Wäldchen (große schöne Bäume, die einst ganz NZ bedeckten) und einem Wasserfällchen. Ein entückendes Hostel erwartete uns (leider war die Buchung verloren gegangen, aber trotzdem genug Platz für uns), in idyllischer Lage. Pipsende Vögel, Regen und sich begrünende Bäume, Gänseblümchen, Osterglocken… Und diesmal ein rein weibliches Hostel, nur Mädls als Gäste. Mal was anderes. Louise brachte es fertig, im Klo die Türklinge abzumontieren und musste von einem der Mädels befreit werden… Leider plagte sie zudem auch eine Erkältung, mit Schlaf war daher nicht so viel.

Dann war auch schon wieder Dienstag und Zeit für den Rückweg. Bei Regen. Trotzdem schön, voll Klischee Neuseeland – grüne Hügel mit Schäfchen und Lämmchen. Der Regen verließ uns zum Glück, sodass einem Spaziergang in Thames, der größten Stadt auf der Coromandel, nichts im Wege stand. Zudem nagte ich einen preisgekrönten Chicken Pie, köstlich! Ausserdem besichtigten wir ein Schmetterlingshaus, niedlich. Viele Flattertiere.

Wie üblich war am Mittwoch großartiges Wetter, skifahren also. Diesmal mit einer Gruppe von Eingeborenen (wohnen nebenan) – fantastisch! Fast nur außerhalb der Pisten unterwegs, steil, toller Schnee, Sonne, sehr gute Skifahrer als Begleitung, jede Menge Spaß. Prima.

11/09/2010 Posted by | Nordinsel | 3 Kommentare

Autosorgen, Skifahren und Wellington

26-8-10, 10pm

Der Reihe nach: letzte Woche Dienstag, mit dem Plan, die Schwimmhalle in Taumarunui aufzusuchen, verweigerte mein Kfz den Dienst – es wollte einfach nicht anspringen. Toll. Glücklicherweise bin ich Mitglied des neuseeländischen ADAC, welcher mit großem Abschleppwagen anrückte – und nach knapp 3 Minuten wieder abfahren konnte weil das Problem innerhalb kürzester Zeit behoben werden konnte. Zu lange gestanden, zu kalt, zu viel Sprit im Anlasser. Erleichterung! Nur zum schwimmen wars dann zu spät.

Am Freitag ging es nach längerer Pause mal wieder auf die Piste – nach 3 Tagen Schneefall. Ein Traum! Fantastischer Schnee, Sonne, wenig Menschen unterwegs – gradezu perfekt! Den Großteil des Tages verbrachte ich außerhalb der Piste im Neuschnee – grandios! Und sehr anstrengend. Zum Schluss traf ich noch einen Stammgast und fuhr mit ihm außerhalb der Piste umher, sowie auf dem Weg ins Tal, nach kurzem Anstieg per pedes, einen unglaublich tollen, nicht gewalzten Hang hinunter. Selbst in den unteren Lagen war der Schnee noch super. Ein einmaliges Erlebnis (laut Ausage von Einheimischen war es wohl der beste Schnee seit Jahrzehnten).

Leider wurde der Skitag getrübt – jemand hatte auf dem Parkplatz des Skigebietes ein Loch meine Windschutzscheibe geschlagen. Vielen Dank dafür! Mehrere Risse ziehen sich nun fröhlich von der unteren linken Ecke nach oben.

Trotz kaputter Scheibe ging es nach einem langen, feucht-fröhlichen Kiwi-Abend mit Schafe scheren, Bullenreiten, einem Pferd in der Lodge, Hundewettbewerb und viel Alkohol am Sonntag nach Wellington, die Hauptstadt Neuseelands. Bisher hatte ich von der Stadt außer dem Hafen noch nix gesehen, wurde also Zeit.

Mit Louise als Begleitung fuhren wir 4 Stunden gen Süden, fanden auf Anhieb das Hostel, wechselten vom Schlafsaal ins Zweibettzimmer (voll niedlich) und begannen, die Stadt zu erkunden. Per Standseilbahn in den Botanischen Garten, vom Berg wieder runterlaufen, durch die City tappeln, Käffchen trinken, Abendessen einnehmen und ins Kino „Killers“ – witzig.

Am Montag, bei schönstem Sonnenschein, begaben wir uns in Regierungsviertel und lauschten mehr oder weniger gespannt einer Führung durch die Government-Gebäude. Dann ging es am Wasser zurück und in DAS Museum Neuseelands – Te Papa. Riesig, umfangreich, toll. Könnte man Tage drin verbringen. In der Dämmerung wanderten wir zurück zum Hostel (ich unterwegs noch zum Friseur), betätigten uns als Köche und verbrachten einen gemütlichen Videoabend.

Der Dienstag brach mit Regen einher. Mein Auto bekam seinen längst überfälligen Ölwechsel, ich spendete Blut (nur, um einen Schlüsselanhänger mit meiner Blutgruppe zu ergattern), wir gingen shoppen und fuhren dann auf den Mt. Victoria. Inzwischen hatte der Regen sich verflüchtigt und wir genossen vom Berg einen wunderbaren Blick auf die Stadt, den Flughafen und den Hafen. Da das Wetter hielt tappelten wir von Berg herunter in die Stadt (es galt auch, ein Schokocroissant abzuarbeiten), immer am Wasser entlang (wo eine kleine Robbe sich in der Sonne aalte) zu einem Café, in dem wir ein frühes Abendessen zu uns nahmen (köstliche Nachos). Dann alles wieder retour – und Wellington entschwand wieder im Rückspiegel. Tolle Stadt! Hätte ich durchaus noch länger bleiben können.

Werde in genau einem Monat die Lodge verlassen, sprich 2 Wochen eher als geplant. Noch ein wenig entspannen und mich von dem Stress hier erholen…

26/08/2010 Posted by | Nordinsel | 1 Kommentar

Napier

10-8-10, 7pm

Mal wieder ein Roadtrip! 2 Wochen nach dem Abenteuer Tauranga ging es, nach einer langen 7-Tage-Woche, mehreren Skivormittagen (einer davon im Regen…), schwimmen und wandern, einer normalen 5-Tage-Woche und eines sehr lebendigen Samstag Abend (Party bis 2 nachts) Sonntag früh, nach kurzer Nacht, mal wieder auf den Highway. Diesmal nach Napier, an der Ostküste gelegen. Sehenswert insbesondere aufgrund seines einmaligen Art-Déco-Baustils (die Stad wurde 1931 bei einem Erdbeben völlig zerstört & einheitlich in diesem Baustil wieder aufgebaut) – ich persönlich fand es nicht wirklich berauschend. Mit Louise ging es auf die knapp 3.5 Stunden lange Tour; gegen Mittag waren bereits im Hostel (eher naja) und trafen uns mit einer Freundin von Louise zu einem kurzen Spaziergang, shoppen, am Meer sitzen und Käffchen trinken. Zudem (typisch Kiwi natürlich per Auto) ging es auf kurze Sighseeing-Tour – Botanical Garden (klein, unspektakulär) und der Bluff Hill (netter Aussichtshügel am Hafen) standen auf dem Programm. Abends gönnten wir uns Dinner am Hafen – ziemlich lecker.

Am Montag beherrschte kalter Wind das Wetter, was den geplanten Spaziergang unmöglich machte. Also spazierten wir nur ein wenig durch die Stadt, gingen nachmittags ins Kino (Inception – großartig) und der Abend wurde mal wieder im Hot Pool verbracht. Als Schmankerl gabs noch Kuchen.

Der Dienstag brach mit gutem Wetter herein, sodass einem langen Spaziergang am Strand nichts mehr im Wege stand. Gefolgt von einem Besuch im lokalen deutschen Bäcker (köstliches Brot) und dem üblichen Pak`n Save Einkauf. Auf dem Weg zurück nach Raurimu begleitete ich Louise noch zum Weintesten – und zurück ging es in die Wildnis.

Heute stand skifahren auf dem Programm, großartiges Wetter – Sonne satt (diesmal auch mit Sonnencreme – Lektion gelernt letzte Woche…).

Besondere Höhepunkte der letzten 2 Wochen: die bereits erwähnte Party am Samstag, die mich sehr beschäftigt hielt – Unmengen an Menschen, die die Bar bevölkerten und trinken wollten (gab sogar Komplimente vom trunkenen Volk für meine Performance). Ansonsten nichts besonderes passiert. Die Zeit vergeht wie im Flug, in9 Wochen bin ich schon in Kalifornien…

Das einzige, was den Spaß trübt, ist, dass ich meinem Lohn jede Woche hinterherrennen muss. Zudem ist es fast unmöglich, Geld zu sparen – 400$ pro Woche sind einfach ein Witz. Nicht nur dem Geld, auch bei Bestellungen muss nachgefragt, genervt, wiederholt erinnert werden – Steve ist einfach sehr chaotisch. Aber wenigstens sind die hier hausenden Kinder immer noch nett ;o)

11/08/2010 Posted by | Nordinsel | 1 Kommentar

Tauranga – und endlich skifahren

Nach dem zweimaligen Rotorua-Abenteuer war nun ein anderer Ort angesagt – Tauranga an der Ostküste. Zusammen mit Louise, einem Mädl aus der Lodge, fuhr ich Samstag Morgen der Sonne entgegen. Nach kurzem Shopping-Zwischenstopp in Rotorua (Louise benötigte noch eine Badeschlüpfer) irrten wir ein wenig durch Tauranga (Louise´s Kartenlesefähigkeiten waren mehr oder weniger nicht vorhanden) auf der Suche nach dem Hostel. Dort angekommen zerlegte ich meine linkes Vorderrad am Bordstein – werd ich wohl vorm Verkauf nochmal nen neuen Reifen kaufen dürfen… Das Hostel war ok, aber entschieden zu viele Deutsche…

Den Rest des Tages verbrachten wir in Mount Maunganui, kleines Küstenstädtchen mit einem hammerharte 232 m hohem „Berg“ – auf dem offenbar die gesamte Bevölkerung unterwegs war. Die Temperatur war auch alles andere als winterlich, sodass wir nach dem erstaunlich anstrengendem Aufstieg erstmal ein Eis in Angriff nahmen. Dann wurde der Berg umrundet. Als Erholungsprogramm gabs dann Abends heiße Salzwasserpools, sehr schön, v.a. zum Leute beobachten. Abendessen wurde dann in Tauranga in einem Pub eingenommen, sehr lecker – aber leider waren wir beide so müde, dass wir uns schnell auf den Weg ins Bett machten, trotz der recht guten Band die zum Tanze spielte.

Die Nacht war grausig & nächten Tags fühlte ich mich krank. Prima. Also erstmal frühstücken, dann die historischen Sehenswürdigkeiten abklappern und eine Strandwanderung füllten den Rest des Tages. Am späten Nachmittag traten wir den Rückweg an, wieder mit Stopp in Rotorua, wo wir mit Gerald zum Abend futterten. Gegen 21 Uhr machten wir uns bei Vollmond auf die lange Fahrt zurück nach Raurimu. Dort angekommen stellte ich fest, dass ich meinen Schlafanzug im Hostel vergessen hab… Prima. Netterweise wird er mir per Post zugeschickt – Glück muss frau haben.

Am Montag war es dann endlich soweit – skifahren! Nach einem vergeblichen Versuch, meinen Pass & Skischuhe zu bekommen, konnte ich beides letzte Woche beim zweiten Trip nach Whakapapa in Empfang nehmen. Allerdings dauerte das Anpassen der Schuhe an die Ski eine geschlagene Stunde, da die Bindung versetzt werden musste… Und als das endlich vollbracht war war das gute Wetter verschwunden und Nebel & Regen beehrten mich bei meiner ersten, ätzenden Abfahrt – null Sicht, Pistenmarkierung nicht vorhanden, Regen – großartig.

Bei strahlendem Sonnenschein trat ich also gestern um 9:30 an, um das Skigebiet zu erobern. War toll! Wenngleich noch immer relativ wenig Schnee liegt und die erste Abfahrt eher bescheiden war fand ich rasch meine Lieblingspiste am westlichen Rand des Skigebietes. Perfektes Gefälle, toller Schnee, großartige Aussicht auf die Wolken über dem Tal und in der Ferne Mount Taranaki – ein Traum! Allerdings war ich gegen Mittag mehr als fertig, also Rückweg. Und den Abend irgendwie überstehen, da nun die Erkältung voll zuschlug mit Fieber und ätzendem Husten. Der Mist ist mir auch immer noch treu, aber besser werdend. Hoffe also, dass ich die Woche den Neuschnee, der grade fällt, genießen kann. Momantan quält mich noch Muskelkater vom skifahren… im Rücken und der rechten Schulter – interessante Kombination.

27/07/2010 Posted by | Nordinsel | 1 Kommentar

Rotorua II

16-7-10, 9pm

…und noch einmal Rotorua. Da Gerald Deutschland in 3 Wochen gen Heimat verlässt wollte ich ihn noch einmal heimsuchen ;o) Diesmal ohne Zwischenstopp und Umwege nach Rotorua, gleiches Hostel – und erstmal mein sauer verdientes Geld ausgeben. Für Klamotten (neue Schuhe waren mehr als nötig). Den Abend verbrachten wir, nach einem Spaziergang durch einen der Parks, bei einer der Maorishows, für die Rotorua bekannt ist. Zum Sonderpreis (45 statt fast 100$) wurden wir vom Shuttle aufgesammelt, vollgelabert, dann folgte eine Vorführung von Kriegern im traditionellen Kanu (=Waka), anschließend wurden verschiedene Tänze etc. vorgestellt (die Darsteller hatten sichtlich Spaß an der Sache) und ein wenig die Geschichte der Maori erläutert. War ganz nett. Aber alle warteten nur aufs Essen, was uns am Anfang (zum Appetit anregen) gezeigt wurde, wie es fröhlich auf einem natürlichen Rotorua-Herd (also von Erdwärme angetrieben) schmorte. Köstlich! Mit leckeren Salaten und großartigem Dessert. War wieder mal sehr schwanger im Anschluss. Konnte grad noch so aus dem Bus fallen und ins Hostel rollen.

Nächsten Tags (zum Mountainbiken waren wir beide zu faul), nach reichhaltigem Frühstück in meinem Lieblingscafe in Rotorua, wurde der Kuirau Park erkundet (der fröhlich kostenlos vor sich hin blubbert & brodelt), zum Keroseene Creek gefahren und kostenlos mit mehreren Familien im warmen Flüsschen geaalt und abends ins Kino eingefallen „Boy“ – kann man nur gut finden & verstehen, wenn man länger in Neuseeland war.

Damit war dann mein „Wochenende“ auch wieder vorbei.

Ansonten läuft alles in gewohnten Bahnen, Arbeit ist meist was zu tun, zudem war das Wetter großartig (Sonne, Sonne, Sonne). Die Ferien sind nun auch vorbei, daher werde ich mich nächste Woche endlich mal auf die Piste begeben. Schnee wurde auch versprochen – schaun mer mal. Wenn ich den Sauköter niederschlagen kann werde ich mich in Zukunft an den Wochenenden beim Schwimmen vergnügen, 3 Trips auf der Nordinsel sind fest geplant – und so wird die Zeit rasch vergehen. Heute ist Geburtstagsparty von einer der Mädls hier angesagt – mal sehen wie das wird.

Ach ja, und noch eine Mitteilung: zurück in Deutschland gehts dann nach Hamburg. Vorerst.

16/07/2010 Posted by | Nordinsel | 1 Kommentar